Pragerstraße

Größe100 x 80 cm
AusgestelltSammlung 0 Raum 3

Otto Dix ist einer der berühmtesten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts und ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Als Soldat kämpft er im Ersten Weltkrieg. Seine Bilder vom Krieg und dem Elend von Kriegsversehrten gehören zu den schonungslosesten Anklagen in der Kunst.
Das vom Dadaismus und der Collage beeinflusste Gemälde »Pragerstraße« verkehrt das idealistische Schönheitsbild der Zeit. Nicht der ideal geformte, sondern der versehrte Körper steht im Zentrum. Dix greift die sozialen Missstände in der Zwischenkriegszeit an. Die »Helden« fristen ein Bettlerdasein.
Dix ist in Stuttgart kein Unbekannter. Schon 1923 kauft die Staatsgalerie das erste Gemälde von ihm. Ab 1936 lebt er in Hemmenhofen am Bodensee. Er ist bereits über ein Vierteljahrhundert in Schwaben, als die Städtische Galerie in den 1950er-Jahren mit dem Sammeln seiner Bilder beginnt. Im Verlauf von drei Jahrzehnten baut sie eine der bedeutendsten Dix-Sammlungen auf. »Pragerstraße« ist 1965 das zweite Dix-Gemälde, das erworben wird. Im November 1965 kommt das Hauptwerk »Großstadt« als Dauerleihgabe hinzu. Es wird 1972 angekauft und gehört seitdem zum festen Bestand der Sammlung.

Werkdaten
Inventarnummer: O-1657
Material / Technik: Öl und Collage auf Leinwand
Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Provenienz

?–? ?; ?–1962? Privatbesitz Dresden (Ernst Bursche); ?–mind. 8.5.1964 Düsseldorf, Privatbesitz; mind. 1961–1965 (Galerie Nierendorf, Berlin); Mai 1965–heute E: LHS Stuttgart, B: Kunstmuseum Stuttgart

Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021/ Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
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