Bezeichnung für eine weltweite Strömung in Literatur, Malerei, Fotografie und Film, die um 1920 in Paris entstand. Sie strebt eine übergeordnete Wirklichkeit, eine Art „Überwirklichkeit“ und eine Erweiterung des menschlichen Bewusstseins an. Träume, Rauschzustände, Visionen, Wünsche, Begierden und Leiden galten als Quelle der künstlerischen Inspiration. In surrealistischen Kunstwerken finden sich Ungewohnte oder gegensätzliche Gegenstände, in Farbe und Form deutlich abgegrenzt, Themen, Landschaften und Motive miteinander verbunden. Sie bilden in ihrer Konstellation einen Kontrast, der das Bild verfremdet. Surrealistische Bilder lassen sich nicht rational erklären. Das individuelle Seelenleben des Künstlers ist ausschlaggebend für den Bildinhalt. Durch die fehlende Übereinstimmung zwischen Darstellung und Wirklichkeit wird eine künstlerisch individuelle Vision des Unterbewussten erzeugt.