Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika entwickeltes Durchdruckverfahren, auch Siebdruck genannt. Dabei wird ein Sieb in Form eines feinmaschigen, durchlässigen Gewebes auf einen Rahmen gespannt und das Bildmotiv entweder durch fototechnische Belichtung oder von Hand als Schablone aufgetragen. Anschließend wird die Farbe mit einer Gummirakel gleichmäßig über das Sieb gezogen, sodass sie an den ausgesparten Stellen durch das Sieb hindurchgedrückt und auf den Bildträger übertragen wird. Dieses Verfahren erlaubt den Druck mit mehreren Farben über ein einziges Sieb. Mit dem Siebdruck lassen sich die unterschiedlichsten Materialen bedrucken, neben Papier und Karton auch Textilien, Holz, Metall und Glas. Der Begriff »Siebdruck« bezeichnet insbesondere das technische Verfahren, während der Begriff »Serigrafie« üblicherweise den künstlerisch ausgeführten Siebdruck meint