in den 1980er-Jahren aufkommende Gegenbewegung zur Moderne, die deren Richtlinien nicht nur als überkommen betrachtet, sondern auch als falsch bewertet. Dem Streben nach Neuem in der Moderne wird jetzt die Vielfalt des Bestehenden in Verbindung mit dem Vergangenen entgegengesetzt. Bei der Gestaltung eines Werks werden zum Beispiel historische Stile aufgegriffen. Auch das Überschreiten von Gattungsgrenzen – also die Verknüpfung von bildender und darstellender Kunst, Literatur und Musik – sowie unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen innerhalb eines Werks sind wesentliche Stilmerkmale der Postmoderne. Ebenso gilt, dass der Kunstbegriff nicht mehr streng festgelegt sein soll. Zudem muss das einzelne Kunstwerk nicht vollendet sein, sondern ist vielmehr als Versuchsanordnung zu verstehen. Die Kunst soll für die breite Masse der Gesellschaft gemacht und nicht nur für einen kleinen Kreis der Gesellschaft zugänglich sein