1919 von dem Architekten Walter Gropius in Weimar durch die Zusammenlegung der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule der Bildenden Kunst und der Kunstgewerbeschule sowie die Angliederung einer Abteilung für Architektur gegründete Lehrstätte für Gestaltung. Hier wurden die bis dahin getrennten Bereiche der bildenden Kunst und des Handwerks miteinander verknüpft. Angelehnt war das Konzept an die mittelalterlichen Bauhütten, in denen Künstler und Handwerker gemeinsam tätig gewesen waren. Gemäß Gropius, der der Lehrstätte ihren Namen verlieh, sollte aus der Zusammenarbeit ein neuer Bautypus hervorgehen, der Architektur und Kunst in sich vereinte und damit zu einem Gesamtkunstwerk wurde. »Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau!«, formuliert es Gropius 1919 im Bauhaus-Manifest. Bei der Konzeption und Gestaltung galt es stets, eine sachliche Formgebung mit Funktionalität zu verbinden. 1925 wird das Bauhaus nach Dessau verlegt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wird das Bauhaus aufgelöst. Es gilt bis heute als die maßgeblich stilprägende Institution für die Kunst, Architektur und das Design der Moderne. Zu den namhaften Lehrern am Bauhaus zählten unter anderem Lyonel Feininger, Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer