Walter Stöhrer

Geboren:
1937, Stuttgart, Deutschland
Gestorben:
2000, Scholderup, Deutschland

Seine künstlerische Ausbildung erfährt der Stuttgarter Walter Stöhrer Ende der !950er-Jahre an der Karlsruher Kunstakademie unter HAP Grieshaber. Wie seine Kommilitonen Dieter Krieg und Horst Antes greift auch Stöhrer die Ermunterung durch Grieshabers Lehre auf, sich gegenständlichen Bildthemen zuzuwenden. In der Zeit der Abstraktionskunst der Nachkriegsjahre ist dies ein radikaler Schritt.
Walter Stöhrer findet seine Kompositionen am Schnittpunkt von gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei. In Sinne des Informel spielt auch bei ihm die Entstehung des Bildes aus der spontanen Geste eine entscheidende Rolle – nur das diese in seinen Bildern inhaltlich lesbare Figurationen erzeugen. So scheinen oft geisterhafte Figuren aus der Farbe aufzusteigen. Seinen Bildfindungen legt Stöhrer meist Texte zugrunde. Der Text und seine Schrift werden zu Linien und Ornamenten, schließlich zu den gestischen Schraffuren und Spuren, für die Stöhrers Malerei und Druckgrafik bekannt geworden sind.

Werke