Vera Molnár

Geboren:
1924, Budapest, Ungarn
Gestorben:
2023, Paris, France
Lebt in:
Paris
Vera Molnár wird 1924 in Budapest geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte und Ästhetik an der Akademie Budapest siedelt sie 1947 nach Paris über. Dort lebt und arbeitet sie bis zu ihrem Tod 2023. Auch heiratet sie in Paris den Experimentalpsychologen François Molnár. Ihre abstrakt-geometrische Kunst beruht auf mathematischen Vorgaben, Formeln und Berechnungen. 1960 gründet sie zusammen mit ihrem Mann sowie dem Kinetikkünstler Julio Le Parc und anderen die »Groupe de Recherche d’Art Visuel (GRAV)«. 1968 entdeckt sie den Computer als künstlerisches Werkzeug, für dessen Nutzung sie zusammen mit ihrem Mann Programme schreibt, um damit Bildfolgen zu generieren. Die Künstlerin zählt damit zu den Pionierinnen der Computerkunst. Ihre Bilder übersetzt Molnár aber stets, etwa in Form von Malerei, zurück in die analoge Welt. Ihre erste Einzelausstellung in Frankreich hat sie 1979 im normannischen Caen im »Atelier de Recherche Esthétique«. Von 1985 bis 1990 bekleidet sie eine Professur an der Sorbonne in Paris. Erst spät wird ihr künstlerisches Wirken auch in Form von Kunstpreisen und Großausstellungen gewürdigt. So erhält sie 2005 die Auszeichnung des Digital Art Museums (DAM) Berlin und nimmt 2022 an der Venedig Biennale teil.