Thomas Schütte

Geboren:
1959, Oldenburg, Deutschland
Seine künstlerische Ausbildung beginnt Thomas Schütte unter dem Vorzeichen der Malerei in der Klasse von Gerhard Richter an der Düsseldorfer Kunstakademie. Erst über seinen zweiten Akademielehrer, Fritz Schwegler, erhält er den Impuls zur bildhauerischen Arbeit. In seinem Werk befasst sich Schütte vor allem mit der Darstellung der menschlichen Figur. Zwangsläufig ist es dabei notwendig, sich etwa mit der Aktfigur und ihrer Umsetzung in Malerei und Bildhauerei im Lauf der Jahrhunderte zu befassen. Ab 1998/99 wagt sich Schütte schließlich in einer Reihe von Frauenfiguren an diese große Herausforderung. Hinzu kommen in den folgenden Jahren auch Büsten und Masken. Dabei entwickelt er einen vielfältigen, bisweilen ins Spielerisch und Groteske gehenden Ausdruck. Erste wichtige Arbeiten für den öffentlichen Raum entstehen 1987 für die Skulptur Projekte Münster sowie 1992 anlässlich der Documenta IX in Kassel. 2005 wird er mit dem Goldenen Löwen der Venedig-Biennale ausgezeichnet. Neben der menschlichen Figur entwirft Schütte auch Architekturmodelle, darunter eine Skulpturenhalle, die auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation Hombroich am Niederrhein realisiert und 2016 eröffnet wird. Dort stellt Schütte seitdem eigene und fremde Kunstwerke aus. Darüber hinaus verwahrt er hier den eigenen Werkbestand im Depot der nach ihm benannten Stiftung.