Romuald Hengstler

Geboren:
1930, Deißlingen, Deutschland
Gestorben:
2003, Deißlingen, Deutschland
Der Maler und Grafiker Romuald Hengstler studiert von 1952 bis 1954 an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Karl Rössing. 1957 sowie 1962 wird ihm der Kunstpreis der Jugend verliehen. 1962 entstehen auch die ersten Arbeiten unter dem Anspruch, Zeit in den Bildern sichtbar werden zu lassen. Dieses Bestreben wird zum alles bestimmenden Thema von Hengstlers Kunst und prägt seine Bildsprache über alle Schaffensjahre hinweg. Ein wesentliches Prinzip seiner Gestaltungweise ist dabei die Schichtung von netz- und gitterartigen, farblich unterschiedlichen, teilweise durchscheinenden Flächenzonen. Bei einem Bildtyp schichtet er zum Beispiel in schwungvollen Pinselzügen (Jahres-)Zahlen übereinander. Durch die Methode des Schichtens wächst das Motiv schrittweise aus der Tiefe des Bildraums heraus bzw. reicht in sie hinein, was sich bei der Betrachtung wie ein Ereignis in Zeitstufen darstellt. Bei einem weiteren Bildtyp setzt Hengstler Zeit in Form von horizontal verlaufenden übereinanderliegenden farbigen Streifen um, die an einem Ende mit einem Datum versehen und somit bestimmten Zeitebenen zugewiesen sind.