Meuser
Meuser gibt seinen Familiennamen nicht preis, er ist lediglich unter seinem Künstlernamen bekannt. Er studiert von 1968 bis 1975 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys und Erwin Heerich und erhält damit seine künstlerische Ausbildung in einer Schule, die für das Brechen mit Konventionen bekannten ist.
Für seine Werke arbeitet er mit Fundstücken aus Metall, die er sich zumeist auf Schrottplätzen zusammensucht. Dazu zählen ausgediente Stahlträger, Stahlplatten, Metallbleche und Alteisenobjekte aller Art. In der Herstellung seiner Plastiken und Wandobjekte formt er die Fundstücke um und versieht sie mit Farbe, teilweise auch mit malerischen Elementen. Obwohl er die Spuren, die auf ihre ehemalige Funktion hinweisen, wie Schweißnähte, sichtbar lässt, erhalten die Objekte unter der Hand des Künstlers eine neue Wirkung und einen veränderten Sinnzusammenhang. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die geistreichen, humorvollen, ja geradezu schalkhaften Werktitel, mit denen Meuser auf die Widersprüche zwischen der Erhabenheit eines Kunstwerks, der ironischen Sprache der Titel und der Wertlosigkeit der verwendeten Materialien hinweist.