Markus Lüpertz
Markus Lüpertz zählt zu den bekanntesten deutschen Künstler:innen der Gegenwart. Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtet seine Familie aus Böhmen nach Westdeutschland. Seine künstlerische Ausbildung erfolgt von 1956 bis 1963 in Krefeld und Düsseldorf. Prägend sind für Lüpertz die 1960er-Jahre, als die Student:innen an den deutschen Hochschulen die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit fordern, sowie sein einjähriger Aufenthalt als Stipendiat in Florenz 1970. Hier erlebt er, wie sich Italien im Unterschied zum damaligen Deutschland intensiv mit dem Faschismus befasst. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen wird Deutschlands Geschichte im 20. Jahrhundert zu einem zentralen Thema seiner Kunst.
Viele Gemälde von Lüpertz sind in einem monumentalen Format ausgeführt. Seine gegenstandsbezogenen Bilder gestaltet er betont expressiv. Häufig gestaltet er Motive mit historischen und politischen Anspielungen. Die Farben sind daran angelehnt. Es herrschen Braun-, Grün- oder Ockertöne vor.