K.R.H. Sonderborg

Geboren:
1923, Sonderborg/Als, Dänemark
Gestorben:
2008, Hamburg, Deutschland

K. R. H. Sonderborg, eigentlich Kurt Rudolf Hoffmann, ist Sohn eines Musikers. Aufgrund seiner Leidenschaft für den englischen Jazz wird er 1941 von der Gestapo verhaftet und ins KZ Fuhlsbüttel bei Hamburg gebracht, wo er einige Monate festgehalten wird. Ab 1945 nimmt er Privatunterricht bei dem Maler Ewald Becker-Carus und lernt bei Willem Grimm in Hamburg. 1953 tritt Sonderborg der Künstlergruppe ZEN 49 bei. Die Künstler:innen widmen sich der ungegenständlichen Kunst, die im Nachkriegsdeutschland zum Synonym für Freiheit und Vielfältigkeit wird.
Die Musik und das atmosphärische Stadtleben werden zu Sonderborgs Inspirationsquelle. Er reist sehr viel. Die Bildtitel benennen den Ort, das Datum und die Zeit, die er zur Anfertigung des Werks benötigt. Dynamisch und schnell trägt er die Farbe mit dicken Pinselstrichen kreisförmig und in Geraden auf. Durch die Verwendung von Spachteln oder Rädchen verleiht er den Flächen Struktur und Tiefe. Teils gehen aus ihnen gegenständliche Motive hervor: Kräne, Maschinen, Stromleitungen oder auch ein Maschinengewehr.
Von 1965 bis 1990 unterrichtet Sonderborg an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste.

Werke

  • 27.VII.67, 11.09-11.53h
    K.R.H. Sonderborg 1967