Jan Albers
Als Schüler des niederländischen Konzeptkünstlers Jan Dibbets beschäftigt sich Jan Albers in seinem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie in den Jahren 1992 bis 1998 vor allem mit der Malerei und der Zeichnung mit dem Farbstift. Bei beiden Medien sucht er nach Wegen, sich von den Grenzen, die ihm das klassische Zeichnen auf Papier setzt, zu lösen. Er will die Farbe in den Raum hineinwirken lassen. Schließlich entfernt er sich ganz von der kunsthistorisch traditionellen Malerei/Zeichnung auf Papier und beginnt, plastische Arbeiten in Metall, Holz, Kunststoffen oder Schaumstoffen zu fertigen.
Albers' Werke sind vollkommen ungegenständlich und auf Form- und Farbwirkung ausgerichtet. Hier zeigen sich Bezüge zur Minimal Art, deren Werke verstärkt auf optische Reize ausgelegt sind. Darüber hinaus löst sich Albers von klassischen Vorgaben, indem er verschiedenste Materialien verarbeitet. Dazu zählen auch kunsthistorisch wenig geschätzte und industriell gefertigte; dabei versteht er es, durch die Art der Bearbeitung und Farbgebung ihre Oberflächen aufzuwerten. Seine Wandobjekte sind oftmals mit Plexiglasscheiben geschützt. Auch hierin zeigt sich ein gewisser Bezug zur Ästhetik bestimmter Strömungen der Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre und zur Generation seiner akademischen Lehrkräfte.
Albers' Werk steckt voller Anspielungen, nicht zuletzt auf die Entwicklungen der abstrakt-ungegenständlichen Kunst im 20. Jahrhundert. 2007 wird er mit dem Kaiserringstipendium der Stadt Goslar ausgezeichnet.