Heinz Zolper

Geboren:
1949, Köln, Deutschland
Heinz Zolpers Werke lassen sich schwer in traditionelle Kategorien einordnen. So beschreibt er selbst seine Arbeit als »keine Kunst, kein Stil«. Zolper experimentiert mit verschiedenen Medien und erforscht die Verbindung von Kunst, Fantasie und Gesellschaft. In den späten 1970er-Jahren gründet er die Kunstzeitschrift »Palazzo«. Sie ist das Sprachrohr der »Palazzo (d’el grande art)«-Künstlergruppe, zu deren Mitbegründern er gehört, und befasst sich humorvoll und kritisch mit der Kunstwelt. Insgesamt erscheint sie jedoch nur vier Mal. Ein zentrales Thema seiner Werke ist die Unterhaltung; ob mit leuchtenden Farben, popkulturellen Motiven oder bedeutungsschweren Werken – Humor ist für Zolper die wichtigste Art der Lebensbewältigung. 1979 wird er von Andy Warhol in dessen New Yorker Werkstudios, genannt »Factory«, eingeladen. Als Geschenk überreicht er ihm ein zersägtes Wilhelm-Busch-Buch. Hierin spiegelt sich seine Theorie, dass Malerei in andere kreative Bereiche übersetzbar sein muss. Zolpers Arbeiten sind in namhaften Sammlungen weltweit vertreten, darunter im MoMA New York und in der Saatchi Gallery London. Seit Juni 2021 erhält Zolper den Ehrensold des Bundespräsidenten, womit sein Beitrag zur Kunst gewürdigt wird. Zolper lebt in Köln.