Hannah Zenger
In Hannah Zengers Arbeiten rücken die Beschaffenheit und die Struktur von Gestein, Erde und anderen natürlichen Materialien in den Vordergrund. Mit ihrem Werk bewegt sie sich an der Grenze von Kunst und Wissenschaft. Sie nimmt die Betrachter:innen mit auf eine Erkundungstour. Dabei macht sie auf vielfältige Weise Unterschiede in der Farbigkeit und der organischen Zusammensetzung der verwendeten Materialien sichtbar. Darüber hinaus fließen natürliche Prozesse wie zum Beispiel sich über lange Zeiträume erstreckende geologische Vorgänge sowie die Artenvielfalt und der Naturschutz als weitere Themen in ihre Projekte ein. Die Werke zeichnen sich durch eine klare Gestaltung aus und lassen mitunter an konkrete Formationen in der Natur denken. Die Gesteinsproben oder Fundstücke sammelt Zenger in verschiedenen Regionen der Erde.
Zur bildenden Kunst gelangt Zenger über ihr Architekturstudium an der Stuttgarter Universität und der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Zunehmend lenkt sie dabei ihr Augenmerk auf die Erdmaterialien, die die Grundlage des Bauens bilden und schließlich zum Gegenstand ihrer Kunst werden.
In der Sammlung des Kunstmuseums befinden sich zwei Stücke aus der Reihe der »Sedimente«, die 2022 aus der »Frischzelle«-Ausstellung angekauft werden. Hannah Zenger lebt und arbeitet in Stuttgart und ist vor allem in Südwestdeutschland in Ausstellungen vertreten.