Erdmut Bramke

Geboren:
1940, Kiel, Deutschland
Gestorben:
2002, Stuttgart, Deutschland
Erdmut Bramke studiert von 1961 bis 1967 bei zwei der wichtigsten Vertreter der Informellen Kunst, zunächst in Berlin bei Heinz Trökes, anschließend in Stuttgart bei K.R. H. Sonderborg. Unter deren Einfluss entwickelt sie eine abstrakte, ungegenständliche Bildwelt, die auf den Ausdrucks- und Wirkungskräften von Farbe und Form beruht. Zu den Merkmalen ihrer Bildschöpfungen gehört, dass sich die kompositionellen Einzelelemente ohne Rangordnung gleichmäßig über die Leinwand verteilen. In ihrer Anordnung erscheinen sie wie Ausschnitte aus einem größeren Ganzen, das über das Bild hinausweist. Dies trifft sowohl auf die Netz- und Rasterformationen ihrer frühen Schaffensperiode zu als auch auf die Liniengitter aus wolkigen Farbschichten und die dichten Farbräume aus übereinanderliegenden und sich durchdringenden Elementen aus Farbschleiern ab den 1980er-Jahren. Durch ihre speziellen Farbtonmischungen in Verbindung mit der jeweiligen Strichführung des Pinsels vermitteln die Bilder von Erdmut Bramke Stimmungen, die von Gefühl und Verstand gleichermaßen durchdrungen werden, aber auch Widersprüchlichkeiten zulassen. Die Werke sprechen die Betrachter:innen auf einer ganz grundsätzlichen, emotionalen Ebene an.