Aristide Maillol
Aristide Maillol zählt zu den bedeutendsten Vertretern figurativer Skulptur des 20. Jahrhunderts. Ab 1883 studiert er an der Kunstgewerbeschule in Paris, zwei Jahre später wechselt er an die École des Beaux-Arts. Zu Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit fertigt er Gemälde, Keramiken und Tapisserien. Er nimmt Bezug auf die Frauenfiguren Paul Gauguins, und seine Malerei folgt einem dekorativen, die Fläche betonenden Stil.
Ab 1895 beginnt Maillol mit der Arbeit an Kleinplastiken in Ton und Holz, erst sehr viel später arbeitet er auch in Bronze. In seinem Werk dominiert der weibliche Akt. Zunächst orientiert er sich an Clotilde Narcis, seiner Ehefrau, später vorzugsweise an Dina Vierny, seiner späteren Nachlassverwalterin. Dabei interessiert ihn in erster Linie der Körpertypus der Frauen.
Für seine Bronzearbeiten geht Maillol von geometrischen, kompakten Formen aus. Harmonie, Geschlossenheit und Ruhe sind wichtige Merkmale seiner Kunst. Die klassischen Proportionen seiner Plastiken knüpfen zudem an hellenistische Statuen an, die er 1908 auf einer Griechenland-Reise sieht. Über die Jahre verändert sich sein Stil kaum.