Anneliese Höschele

Geboren:
1923, Stuttgart, Deutschland
Gestorben:
2008, Stuttgart, Deutschland
Anneliese Höschele bleibt Zeit ihres Lebens Stuttgart und dem dortigen Kunstgeschehen eng verbunden. Zunächst durchläuft sie die höhere Fachschule für das Graphische Gewerbe und arbeitet von 1942 bis 1946 als technische Zeichnerin. Von 1947 bis 1952 setzt Höschele ihre Ausbildung an der Freien Kunstschule Stuttgart fort und besucht zwischenzeitlich ein Jahr lang die Klasse von Manfred Henninger an der Stuttgarter Kunstakademie. 1954 wird sie Mitglied im Bund Bildender Künstlerinnen Württembergs, in dessen Politik und Ausstellungsgeschäft sie lange Zeit eingebunden ist. Von 1972 bis 1993 steht sie dem Verein vor. Das Zentrum ihrer Aktivitäten ist dabei das Künstlerinnen-Atelierhaus in der Stuttgarter Eugenstraße. Dort hat sie auch ihr Atelier. In ihrem jahrzehntelangen Schaffen stellt Höschele ihr Können in den verschiedensten künstlerischen Techniken unter Beweis: Neben Werken in Öl oder Acryl auf Leinwand entstehen Pastellarbeiten, Aquarelle, Handzeichnungen und Druckgrafiken. Darüber hinaus gehört auch die Bildweberei zu den von ihr verwendeten Techniken. Angesichts ihrer festen Verwurzelung und ihres Engagements in Stuttgart ist es daher erstaunlich, dass ihr vielfältiges Werk in der Region kaum mehr sichtbar ist. Zu zwei Gemälden und einer Monotypie aus früheren Ankäufen kommen 2008 durch eine Schenkung aus dem Nachlass zwei mehrteilige Werke – »Primäre Tage« aus drei Teilen sowie die fünfteilige Serie »Veränderungen unserer Landschaft« – in den Bestand des Kunstmuseums. Mit diesen Arbeiten in ihrer Gesamtheit lässt sich das künstlerische Schaffen von Höschele über drei Jahrzehnte repräsentativ abbilden.