Alexander Calder
Alexander Calder gehört zu den wichtigsten Vertretern der kinetischen Plastik der Moderne. Bekannt wird er durch die Erfindung des Mobiles. Bei Gestaltungen dieser Art handelt es sich um hängende Plastiken, die sich mit Hilfe von Wind, Wasser oder Elektromotoren bewegen lassen. Starre Metallplatten wirken bei Calder plötzlich federleicht, statische Formen werden zu frei schwingenden, dynamischen Gebilden.
Schon als Kind kommt Calder mit Kunst in Berührung. Seine Mutter ist Malerin, sein Großvater und Vater sind beide Bildhauer. Nach einem Ingenieursstudium wendet sich Calder der Kunst zu und studiert ab 1926 in Paris. Dort begegnet er Künstlern wie Piet Mondrian und Fernand Léger und entwickelt erste Skulpturen aus Holz. Inspiriert von Mondrians abstrakten Raumkonzepten entwirft er in den nächsten Jahren die ersten Mobiles. Den Begriff benutzt Marcel Duchamp bereits 1913 für seine Ready-mades. Doch erst zwei Jahrzehnte später werden Mobiles durch Calder zu einer eigenständigen Kunstform. Ihnen stellt er die Stabiles, unbewegliche Plastiken, gegenüber. In den sogenannten Stabile-Mobiles verbinden sich schließlich statische und dynamische Elemente. Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit »Crinkly avec disque rouge« vor dem Kunstmuseum Stuttgart.
1932 schließt Calder sich der Künstlergruppe Abstraction-Création an, zu der auch Wassily Kandinsky und Willi Baumeister gehören. In diesem Umfeld entstehen seine abstrakten Werke, die bis heute zu den bedeutendsten Zeugnissen moderner Plastik zählen.