Eine der Konstanten im Werk von Camill Leberer ist die unaufhörliche Weiterentwicklung einmal gefundener Gestaltungsprinzipien. Seit den frühen 1990er-Jahren entwirft er plastische Objekte, die an der Wand montiert werden. Zu ihnen zählt auch das hier gezeigte Werk, bei dem es sich um eine seiner jüngeren bildhauerischen Arbeiten handelt. Ein hochformatiger Stahlrahmen ist wie ein Gemälde an der Wand angebracht. Davor ist ein gleich großer Rahmen im spitzen Winkel platziert, ein weiterer ist im stumpfem Winkel schräg nach unten ausgerichtet. Als neues Motiv kommt die Diagonale hinzu, die bis dahin keine große Rolle in Leberers Werken spielte. In den Rahmen, die in den Raum weisen, stecken teilweise lackierte Glasscheiben. Sie sind mit Elementen verziert, die sich immer wieder in Leberers Bildsprache finden: schwarze Balken, gestische Striche und gelbe Transparentlackflächen.
Um 2010 führt Leberer alle plastischen Elemente seiner Kunst in flachen Werken zu einer Art Malerei zusammen. In den jüngeren Arbeiten kehrt er wieder zur raumgreifenden Plastik zurück. Doch findet er hier zu einer neuen Form, die auf dem malerischen Zwischenschritt aufbaut. So scheint Leberer bei »Was mich anschaut 2« die Schichten seiner Wandobjekte voneinander zu lösen und dann einzeln nach vorne zu klappen. Wieder spielt er mit den verschiedenen Gattungen Plastik, Malerei und Grafik, doch diesmal fächert er sie wieder auf.
Um 2010 führt Leberer alle plastischen Elemente seiner Kunst in flachen Werken zu einer Art Malerei zusammen. In den jüngeren Arbeiten kehrt er wieder zur raumgreifenden Plastik zurück. Doch findet er hier zu einer neuen Form, die auf dem malerischen Zwischenschritt aufbaut. So scheint Leberer bei »Was mich anschaut 2« die Schichten seiner Wandobjekte voneinander zu lösen und dann einzeln nach vorne zu klappen. Wieder spielt er mit den verschiedenen Gattungen Plastik, Malerei und Grafik, doch diesmal fächert er sie wieder auf.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2023-006
- Material / Technik:
- Lack auf Glas in Stahlgestell
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart