Geschwungene, sich verjüngende Bänder gelangen in verschiedenen Werbekampagnen des Atelier Stankowski + Duschek zum Einsatz. Sie eint allesamt eines: Es handelt sich um Initiativen im Bereich des Sports, wie etwa bei dem 1987 entwickelten Logo für die Bewerbung Berchtesgadens um die Olympischen Winterspiele von 1992 oder dem 2002 gestalteten Signet für Leipzigs Kandidatur für die Sommerspiele. Die Eignung der Kurvenform für diesen Verwendungszweck liegt auf der Hand: Neben der Anspielung auf die Kreisform der Olympischen Ringe ist es vor allem die lebendige, dynamische Anmutung, die sie mit dem Sport in Verbindung bringen lässt. In den genannten Kampagnen sind die Bänder als Kreisfragmente einzeln und separiert nebeneinander arrangiert. In seinem Gemälde von 1996 hat Anton Stankowski dagegen vier solcher Fragmente wieder zu geschlossenen Gebilden gefügt. Entstanden sind so zwei gestauchte Ringformen. Sie greifen ineinander und suggerieren durch das Überlagern und Überschneiden der einzelnen Farbelemente Räumlichkeit. So einfach das zugrundeliegende Konstruktionsprinzip auch sein mag, ist es doch von vereinnahmender Wirkung: Es bedarf des bewussten Hinsehens, um es gänzlich zu durchdringen.
Werkdaten
- Inventarnummer: 2022-145
- Material / Technik: Acryl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart, Schenkung der Stankowski-Stiftung
Lizenzhinweis
© Stankowski-Stiftung / Foto: Kunstmuseum Stuttgart