Vom oberen und unteren Rand ragt jeweils eine große lang gezogene Form in kräftigem Gelb mit gerundeter Ecke in den hellgelben Bildraum hinein. Die linke ist etwas schmäler und wird vom oberen und seitlichen Bildrand angeschnitten, die rechte dagegen nur vom unteren. Zwischen ihnen befindet sich ein enger Spalt, der durch zwei kleine Hochrechtecke geschlossen wird. In der Verlängerung des Spalts erstrecken sich zwei schmale vertikale weiße Streifen, die von feinen Linien und winzigen geometrischen Gebilden begleitet werden.
»Überbrückte Kontinente« sind seit Anfang der 1950er- bis weit in die 1960er-Jahre hinein das zentrale Thema in Max Ackermanns Werk. Wie in keiner anderen Werkphase zuvor und danach veranschaulichen die Bilder unter diesem Titel die Wirkung des »Kontrapunkts«. Für Ackermann ist er eine gegebene Gesetzmäßigkeit, durch die alle Bildelemente harmonisch zusammenwirken. Alles beruht auf dem Ausgleich von Gegensätzen wie Ruhe und Bewegung, Fläche und Linie, Fläche und Raum, Klein- und Großteiliges, Licht und Dunkel.
Werkdaten
- Inventarnummer: 2021-003
- Material / Technik: Öl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart, Schenkung Ingeborg Merz-Haas und Dr.Dr. Richard Merz
Provenienz
1964–o.D.; o.D.–1998 Dr. Dr. Merz-Haas; 1998–2021 Ingeborg Merz-Haas; 2021 Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart