Auf den fünf Tafeln stellt Anneliese Höschele Eingriffe des Menschen in seine Umwelt dar, die zu Veränderungen unserer Landschaft führen. Dazu zählt sie den Bau eines Staudamms, die Terrassierung von Berghängen, den Kahlschlag des Waldes, den Abbau ganzer Berge im Kieswerk oder die Autobahn, die sich endlos durch die Lande schlängelt.
Alle fünf Gemälde sind in warmen, gedeckten Farben gehalten, die in großen Flächen aufgetragen sind. Höschele zeichnet die Landschaften präzise, dabei dennoch abstrakt. Sie stehen damit allgemeingültig für Gebiete und Regionen. Bei jedem Motiv lenkt eine Straße unseren Blick vom Vordergrund in die Tiefe des Bildraums. Im Hintergrund stellt sich dann jedoch ein horizontal ausgerichtetes Element dagegen.
Die teilweise ins Gräuliche abgemischten Farben sorgen ebenso wie die Komposition für eine melancholische Stimmung. Die Landschaften sind menschenleer, obwohl ihre Umgestaltung dem Menschen ein fortschrittliches, modernes Leben ermöglichen sollte. Die fünf ruhig wirkenden Gemälde stimmen uns trübe und regen uns zum Nachdenken an. Sie wurden dem Kunstmuseum 2008 aus dem Nachlass von Anneliese Höschele geschenkt.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2008-063b
- Material / Technik:
- Öl auf Hartfaserplatte
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart