Die Radierung zeigt zwei Arbeiter im Halbporträt. Ihre Hemden und Mützen kennzeichnen sie als vormalige Matrosen. Beide haben Tätowierungen auf der Brust und einer Zigarette im Mund. Doch ihre Gesichter sind individuell und sogar gegensätzlich. Der eine hat stark vortretende Wangenknochen, geschwungene Nasenflügel und ein markantes Grübchen im Kinn, der andere eingefallene Wangen, eine spitze Nase und ein kantiges Kinn. Mit scharfer Radiernadel und dichten Schraffuren formt Otto Dix jede Rundung und jede Falte.
Der Titel verweist auf die moderne Arbeitswelt, in der Personal nur noch eingesetzt wird, um die Technik möglichst reibungslos am Laufen zu haben. Doch steht er in ironischem Kontrast zu den beiden Figuren. Dix zeigt kein anonymes Personal, das den Betrieb in Bewegung hält, sondern zwei unverwechselbare, individuelle Arbeiter. Die technische Welt rückt vollkommen im Hintergrund. Dort spannt sich ein abstraktes Gerüst aus Masten und Seilen, während im Vordergrund die körperliche Präsenz und die sozialen Spuren des Lebens hervortreten.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2011-053i
- Material / Technik:
- Kaltnadelradierung auf Kupferdruckpapier
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Provenienz
1922–o.D. Otto Dix, Dresden, Düsseldorf; o.D.–1929 Galerie Neumann-Nierendorf, Berlin; 1929–1959 Dr. Rudolf und Bertha Frank, Mannheim; 1959–1979 Bertha Frank, Mannheim; 1979–1981, 2.11. Dr. Hans Rudolf Frank; 1981, 2.11.–1992 Hessisches Landesmuseum, Darmstadt; 1992–2011 Prof. Dr. Manfred Frank, Tübingen, Martina Frank-Rosenberg, Wuppertal; 1992–2011 Kunstmuseum (früher Städtische Galerie) Stuttgart; 2011 Kunstmuseum (früher Städtische Galerie) Stuttgart