System Selector

Größe260,5 x 420,4 x 5,5 cm
Das große querformatige Gemälde besteht aus zwei Hälften. Sie bilden eine motivische Einheit, auch wenn die Fuge zwischen den Leinwänden deutlich zu sehen ist. Oben und unten wird eine in Schwarz-Weiß gehaltene Hauptzone vom einem farbigen Band eingefasst. Die Hauptzone wird bestimmt von einer Landschaft hinter einem Netz aus großen Sternen. Auf der rechten Bildhälfte ist sie zu großen Teilen verdeckt von einem farbigen Gebilde und zwei konzentrischen Kreisen. Letztere wiederholen sich auf der linken Bildhälfte außerhalb der Hauptzone. Hier hält eine Hand aus röhrenartigen Buchstaben eine Geldkarte vor das Bildgeschehen. Dort, wo sich auf der Geldkarte normalerweise der Name des Geldinstituts befindet, hat Frank Ahlgrimm das aus der Internetentwicklung stammende Begriffspaar »System Selektor« (dt.: »Systemauswahl«) platziert. Es ist zugleich der Bildtitel. In Verbindung mit den gegenständlichen und abstrakten, malerischen und grafischen Bildelementen verweist Ahlgrimm auf die Vielfalt und Unendlichkeit von Informationen des Internets. Die Größe des Bildformats verkörpert deren Ausmaß auf den Menschen. Der »System Selektor« ist die einzige Garantie, sich darin zurechtzufinden, indem er dazu dient, nur ganz bestimmte Auskünfte herauszufiltern. Die Kombination verschiedener Techniken wie Malerei, Zeichnung und Collage und Darstellungsformen wie gegenständlich-figürlich und abstrakt sowie die Verwendung von Schrift ist für Ahlgrimms Arbeitsweise charakteristisch. Er bezieht sich damit auf die multimediale Bilderflut, die es eher erschwert als erleichtert, Zusammenhänge zu erkennen. Das hier gezeigte Bild stammt aus Ahlgrimms früher Werkperiode.
Werkdaten
Inventarnummer:
LG-686
Material / Technik:
Öl, Lack und Acryl auf Leinwand
Creditline:
Leihgabe des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg / On loan from the Baden-Württemberg Ministry of Science, Research and Arts
Lizenzhinweis
© Frank Ahlgrimm / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
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Das Gemälde ist vollständig in grauen Farbtönen gemalt. Es zeigt die Darstellung eines Raumes, der sich in die Tiefe des Bildes erstreckt. An der hinteren Wand des Raumes befindet sich eine Tür, zur rechten Seite hohe Fensteröffnungen. Auf der linken Seite wechseln sich dunkelgraue Rechteckfelder und hellgraue Wandstreifen mit Türen ab. Der Raum bezieht sich auf die Neue Reichskanzlei in Berlin, die in der Zeit des Nationalsozialismus errichtet wurde.
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