Das Gemälde zeigt den Stadtkern Stuttgarts im Jahr 1935 aus der Vogelperspektive. Über die Dachlandschaft im linken Bildvordergrund hinweg führt der Blick auf die dicht beieinanderstehenden älteren und neueren Repräsentationsgebäude und die dazwischenliegenden kleineren bürgerlichen Häuser. Er reicht bis in die Ferne in Richtung Norden, wo sich die weitere Bebauung der Stadt abzeichnet. Detailgetreu gibt Nägele die Kirchtürme, Dächer und Fassaden in ihrem jeweiligen Baustil wieder. So ist in der oberen Hälfte des linken Bildrands der sachlich-nüchterne Bau des damals erst wenige Jahre alten Tagblattturms zu erkennen. Ihm gegenüber, auf der rechten Bildseite, fällt der helle mehrteilige, ebenfalls moderne Baukörper des Breuninger-Warenhauses ins Auge. Dahinter erhebt sich der Turm der an den Schillerplatz angrenzenden mittelalterlichen Stiftskirche. Im Zentrum der wimmelbildartigen Bestandsaufnahme Stuttgarts steht die Leonhardskirche mit ihrem hoch aufragenden Turm, der den umherschweifenden Blick bei der Betrachtung des Bildes immer wieder auf sich und die davorliegenden Häuser lenkt.
- Inventarnummer: 2019-048
- Material / Technik: Tempera auf Sperrholz
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
1935–1936, 19. Juni Adolf Wolff; vielleicht ab 1936, 19.6.–1966 Alfred Wolff; 1954, Sept./Okt. Retrospektive Reinhold Nägele, Württembergischer Kunstverein; 1966–1969 Herta Wolff geb. Barefsky; 1969–vielleicht 1985 Adrienne Wolff; 1985–2019, Okt. Privatbesitz; nach 1985–2018/19 Dolfe Hieber; 2018, 21.7.–2019, 28.3. Corinne Müller, geb. Hieber; 2018/19 Privatbesitz; 2019 Kunstmuseum Stuttgart
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart