In diesem Werk zerlegt Heinz Zolper Stuttgart in seine Sehenswürdigkeiten und taucht sie in leuchtende Farben. Er abstrahiert die Monumente der Stadt und hebt sie auf eine symbolische Ebene. Dabei verzichtet er auf eine realistische Wiedergabe, denn er vertraut darauf, dass die Betrachter:innen das Bild mit eigenen Gedanken füllen. Dabei schafft er eine Balance zwischen Vertrautem und Unbekanntem sowie Realem und nicht Realem. Auf diese Weise wird das Gefühl erzeugt, dass wir uns bei der Betrachtung in einer Traumreise durch die Stadt begeben. Unterstützt wird dieser Effekt noch durch die überwältigende Größe des Bildes, das aus vier Leinwänden zusammengesetzt ist.
Heinz Zolper beschreibt seine Kunst als »geistige Abenteuer«. Diese Aussage spiegelt sich besonders in seinem Werk der 1980er-Jahre wider, in dem er sich zunehmend mit der Rolle der Fantasie und der Verbindung von Magie und Realität befasst. Zolpers Malerei ist dabei wie eine Art Meditation, die mit einem bewussten Innehalten und der Verbildlichung von inneren Welten über das rein Sichtbare hinausgeht. Seine Kunst ist ein Spiel mit den Grenzen der Realität und öffnet den Raum für magische und surreale Erlebnisse. So sagt er selbst über das Fantastische in seiner Kunst, dass für ihn Leben, Malerei und Magie untrennbar sind.
Werkdaten
- Inventarnummer: 2008-036
- Material / Technik: Öl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart