In diesem Werk zeigt Lambert Maria Wintersberger sein Gespür für die neuartige Deutung kunsthistorischer Themen. Begründet liegt dies in seinen eigenen Interessen an mythologischen und symbolischen Inhalten. Vor allem in seinem späteren Schaffen werden solche Themen immer zentraler. Der Titel verweist auf die beiden biblischen Städte, die von Gott aufgrund ihrer Sündhaftigkeit zerstört wurden. Innerhalb der Arbeiten von Wintersberger steht diese Arbeit am Übergang vom Frühwerk mit seinem kühlen Stil zu den darauffolgenden Schaffensphasen. Die Auseinandersetzung mit abstrakten und organischen Formen führt zu der Gruppe »Morphologien«, die sich in diesem Werk schon andeutet.
Wintersberger verwendet kühle graue Farben. Trotz ihrer Ungegenständlichkeit sind die Formen präzise mit dem Pinsel ausgeführt. Mit diesem Bild beweist er seine Fähigkeit, raumgreifend zu malen. In den folgenden Jahren wird er diese Richtung weiter verfolgen.
Werkdaten
- Inventarnummer: O-2862
- Material / Technik: Acryl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart