Signale

Größe130,8 x 150,7 x 2,4 cm
Gemälde mit geometrischer Konstruktion aus Rauten und Kreisen in Rottönen.
»Signale« nennt Hanne Brenken die Komposition aus fünf Rauten in Rot- und Orangetönen. In streng symmetrischer Ordnung stehen sie vor dem rot umrandeten Bildgrund. In ihrem Zentrum ist jeweils ein Kreis platziert, der links und rechts über die Raute leicht hinausragt und dadurch wie eine Scheibe wirkt. Von der größten Raute in der Mitte des Bildes ausgehend verkleinern sich die restlichen Rauten schrittweise zum Bildrand hin. Dadurch entsteht eine räumliche Wirkung. Sie wird verstärkt, indem die Rauten jeweils aus einer hell- und einer dunkeltonigen Hälfte bestehen, wodurch sie an Plastizität gewinnen. Weil sich die Spitzen der größten und die seitlichen Enden der kleinsten Rauten vor der roten Umrahmung befinden, entsteht der Eindruck, dass sich die Rauten nicht auf dem Bildgrund befinden, sondern den Betrachter:innen entgegenkommen. Damit nimmt Brenken Bezug auf das Verhältnis von Bild und Rahmen. Stark diskutiert wird dabei, inwieweit der Rahmen ins Bild mit einbezogen wird oder aufgelöst werden kann. Dahinter steckt der Wunsch, die räumlichen Dimensionen eines Bildes neu festzulegen. Hierzu findet 1974 unter dem Titel »In den Rahmen hinein über das Bild hinaus gemalt« eine Ausstellung in der Kunsthalle Recklinghausen statt.
Werkdaten
Inventarnummer:
2020-003
Material / Technik:
Acryl auf Leinwand
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Nachlass Hanne Brenken, Karin Schneider-Henn und Berndt Brenken / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
Permalink

Ähnliche Werke

Pacumtac II
Hanne Brenken 1968
Vier Paare systematisch versetzt
Karl Duschek 1985
Abstraktes Gemälde, im Hintergrund ungleich geteilt in eine helle Fläche oben und eine dunkle unten, darauf oben ein weißes und unten ein blaues Quadrat.
Nuptial
Aurelie Nemours 1960
Dreiecke, groß klein
Karl Duschek 1977
Dreiecke, Überlagerung
Karl Duschek 1977
o.T.
Karl Duschek 1973
o.T.
Hanne Brenken 1965
Vor grauem Kreis
Fritz Winter 1970
Rot in Blau fallend
Fritz Winter 1967
Auf einer Spitze stehendes quadratisches Gemälde, darauf ein gelbes Quadrat, umgeben von hellblauen und gelben Streiben, an den Ecken dunkelblau.
Ausdehnung von Gelb
Max Bill 1972–1973
Abstraktes Gemälde mit breitem schwarzen Streifen oben, darunter vier Quadrate in Türkis, Orange, Rot und Blau auf weißer Fläche.
Dislokation
Camille Graeser 1968/1971
Treppenartige Struktur aus grauen und schwarzen Rechtecken auf weißem Grund.
Ohne Titel
Verena Loewensberg 1958–1959