Schreitende Figur (überarbeitet)

Größe102,2 x 67 x 2,5 cm
AusgestelltSammlung 0 Raum 12.2

Bei genauerer Betrachtung der »Schreitenden Figur« aus dem Jahr 1934 sind drei Figuren erkennbar: eine schwarze im Vorder-, eine orangefarbene im Mittel- und eine weiß konturierte schemenhafte Figuration im Hintergrund. Besonders die beiden vorderen scheinen in Bewegung zu sein: schreitend, tanzend, sich drehend.
Das Gemälde ist Teil einer Serie von Bildern, in denen sich Baumeister mit Bewegung beschäftigt. Charakteristisch für die sogenannten Läufer-Bilder sind die stark vereinfachten schemenhaften schwarzen Gestalten auf braunem grobkörnigem Grund, wofür Baumeister die Leinwand mit Sand präpariert. Die Arbeiten sind inspiriert von prähistorischen Felsmalereien, die Baumeister bereits seit Ende der 1920er-Jahre faszinieren. Er »übersetzt« sie in eine moderne Sprache – eine Symbiose aus Alt und Neu. Er bringt die Bewegung der modernen Welt mit der Erinnerung an vergangene Kulturen zusammen.
Als Baumeisters erste Einzelausstellung 1935 in der Mailänder Galleria del Millione stattfindet, stoßen besonders seine figurativen Bilder auf großes Interesse. Die auf den ersten Blick abstrakt wirkende »Schreitende Figur« mit ihren figürlichen Elementen wird durchaus positiv aufgenommen.

Werkdaten
Inventarnummer: BB-548
Material / Technik: Öl und Sand auf Leinwand
Creditline: Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart, Axel Koch
Permalink