Schichtung 31a

Größe150 x 104 x 85 cm

1964 findet Thomas Lenk zu einer unverwechselbaren Formensprache, die ihm zum künstlerischen Durchbruch verhilft. Beim Spiel mit Bierdeckeln entdeckt er das Grundelement für seine konstruktiven Plastiken: die quadratische oder runde Scheibe. Lenk befasst sich in seinen Werken intensiv mit der Wechselwirkung von Fläche und Raum und nutzt dabei wie in »Schichtung 31a (tele-aktion)« verschiedene Möglichkeiten der optischen Täuschung: Zueinander versetzte Scheiben erzeugen scheinbar Bewegung und Richtungsänderungen. Die Hauptansicht der Plastik, die Lenk »Effektansicht« nennt, verleiht dem Werk zudem augenscheinlich Volumen, was sich bei einer Betrachtung von der Seite, der »Banalansicht«, als Illusion herausstellt. Der Vortäuschung eines Tiefenraums wirkt auch die Farbe entgegen – die Frontplatte trägt einen anderen, oft grellen Ton und erscheint wie eine Schnittfläche oder Grenze zwischen Raum und Objekt.
Über das rein Formale hinaus sieht Lenk seine Werke in der zeitgenössischen Gesellschaft verankert. Bewusst wählt er daher für seine Plastiken Materialien wie Aluminium, Acrylglas, Spiegel, Beton sowie Stahl und verwendet sie in üblichen Standardmaßen des Großhandels.

Werkdaten
Inventarnummer: P-321
Material / Technik: Holz, bemalt
Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2023 / Foto: Uwe H. Seyl, Stuttgart
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