Hinter dem Namen atelierJAK verbirgt das Duo Jangyoung Jung und Andreas Geisselhardt. Seit 2012 arbeiten die beiden Konzeptkünstler zusammen. Ihre künstlerisches Leitmotiv ist die erfundene Figur JAK. Sie leidet unter der Krankheit Agnosie, übersetzbar als Seelenblindheit. Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, bei der betroffene Personen zwar Gegenstände und Gesichter wahrnehmen, sie aber nicht benennen können.
Auch in der Arbeit »S#13« geht es um diese Figur. Die Videoinstallation besteht aus drei Bildschirmen an der Wand. Auf der grünen Bildfläche tauchen zunehmend Wortfragmente auf. Aufgrund der gewählten Schrift sind sie aber kaum leserlich. Sie überlagern sich und werden zu einem abstrakten geometrischen Gebilde, das wie ein Gemälde wirkt. Verstärkt wird der Eindruck noch durch die Präsentation in einer Installation aus drei Tafeln, also als Triptychon. Das Werk steht damit in der Tradition der Erweiterung von Malerei durch die Übertragung in digitale Medien. Zum einen zeigt sich das in den Wortfragmenten, die in Form von digitalen Bildstörungen, sogenannten Glitches, auftreten. Zum anderen dadurch, dass der Bildgrund den Eindruck eines Greenscreens erweckt, das heißt eines unendlichen Raums, auf den alles Sichtbare übertragen werden kann.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2019-016
- Material / Technik:
- 3-Kanal-Videoinstallation 5:00 min
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© atelierJAK / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart