Raum 314 - Heinrich Tessenow Stadtbad Berlin Mitte 1930

Größe200 x 270 cm
1999 beginnt Ben Willikens die Serie der »Räume der Moderne«. In ihr bezieht er sich auf wegweisende moderne Bauten, die in der Tradition des Bauhauses stehen. Die Gemälde der Serie bilden unter anderem Entwürfe von Mies van der Rohe, Walter Gropius und Le Corbusier ab. Mit der Werkgruppe widmet sich Willikens einer Architekturströmung, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 Ausdruck einer neuen Demokratie ist. Als Gegenstück hierzu malte er zwischen 1996 und 1999 die Serie »Orte«, in welcher er nationalsozialistisch geprägte Architektur, wie das Zeppelinfeld in Nürnberg, zeigt. Die Interpretation von Heinrich Tessenows Stadtbad Berlin-Mitte in »Raum 314« betont die Symmetrie des Ortes sowie Tessenows charakteristischen Einsatz von schlichten geometrischen Grundformen wie Rechteck und Quadrat. Tessenow war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tätig. Auf ihn beriefen sich später unter anderem die Architekten Le Corbusier und Bruno Taut. In Willikens Gemälde wird die Perfektion der Architektur einzig durch drei weiße Punkte an der Stirnwand gebrochen. Sie fügen ein Element der Fantasie in die sonst kühle, strenge Ansicht ein.
Werkdaten
Inventarnummer:
LG-330
Material / Technik:
Acryl auf Leinwand
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart (auf Wunsch des Dauerleihgebers)
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
Permalink