Camill Leberers »Pol« ist ein Quader und zugleich kein Quader. Auf etwa quadratischem Grundriss sind vier großformatige plastische Elemente angeordnet. Sie bilden zusammenhängend gedacht einen Körper im Raum. Die Elemente bestehen aus verschiedenen Stahl- und Glasflächen, die an Stahlrahmen an wenigen Punkten befestigt sind. Eine gewisse Labilität ist also beabsichtigt. Bei allen verwendeten Materialien handelt es sich um Industrieprodukte. Ihre Maße sind nicht nur durch die streng rechteckige Struktur des Werks vorgeben, sondern sind auch so gewählt, dass Leberer die Elemente noch selbst bewegen kann. Das industriell wirkende Gefüge beinhaltet somit auch eine körperliche Ebene.
Die Installation erhält ihre innere Struktur durch die Anordnung der Platten hintereinander und durch Streifen, die mit gelbem Transparentlack auf die Scheiben gesetzt sind. Dadurch werden beim Umschreiten verschiedenste Bilder und Raumeindrücke erzeugt. Der Raumkörper wird dabei nicht nur in seiner Gesamtheit erfasst, sondern zugleich entfaltet auch jedes seiner Einzelteile seine Wirkung.
»Pol« entsteht Ende der 1980er-Jahre mit weiteren Rauminstallationen. Sie werden mitunter als »Gehäuse« bezeichnet. Bei ihrem Aufbau geht es neben Fragen der Ästhetik auch um die Räumlichkeit eines plastischen Kunstwerks und das Verhältnis von künstlerischem Handwerk zu industriell gefertigtem Material. Ebenso vielschichtig ist der Titel. Er kann etwa auf die Ausrichtung eines Magneten oder die Pole der Rotationsachse eines Planeten (z. B. Nord- und Südpol) anspielen.
Die Installation erhält ihre innere Struktur durch die Anordnung der Platten hintereinander und durch Streifen, die mit gelbem Transparentlack auf die Scheiben gesetzt sind. Dadurch werden beim Umschreiten verschiedenste Bilder und Raumeindrücke erzeugt. Der Raumkörper wird dabei nicht nur in seiner Gesamtheit erfasst, sondern zugleich entfaltet auch jedes seiner Einzelteile seine Wirkung.
»Pol« entsteht Ende der 1980er-Jahre mit weiteren Rauminstallationen. Sie werden mitunter als »Gehäuse« bezeichnet. Bei ihrem Aufbau geht es neben Fragen der Ästhetik auch um die Räumlichkeit eines plastischen Kunstwerks und das Verhältnis von künstlerischem Handwerk zu industriell gefertigtem Material. Ebenso vielschichtig ist der Titel. Er kann etwa auf die Ausrichtung eines Magneten oder die Pole der Rotationsachse eines Planeten (z. B. Nord- und Südpol) anspielen.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- P-0354
- Material / Technik:
- Eisen, Glas, Farbe und Kunststoff
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart