Die Gemälde von Florina Leinß folgen einem klaren und seriellen Aufbau. Leinß beschränkt sich jeweils auf wenige Formelemente. Pro Bild kommen meist nur zwei Farbtöne zum Einsatz. Ihre Kompositionen beruhen auf Flächenkonstruktionen, die in sich gebrochen erscheinen. Rundungen treten dabei in Kontrast zu scharfen geraden Kanten, wodurch ein Wechselspiel von Weichheit und Strenge entsteht. Auffällig ist die deutliche Anlehnung an gestalterische Prinzipien des Designs und der Konkreten Kunst der 1970er-Jahre, insbesondere in der Präzision der Linienführung und der Geometrie der Flächen. Leinß arbeitet überwiegend mit Lacken, deren industrieller Charakter und glänzende Oberfläche anonymes Material und gegenstandslosem Inhalt ineinander greifen lassen. Die spiegelnden Oberflächen der Lacke erzeugen zudem Tiefe, die je nach Standpunkt verändern und den Umraum des Werks, etwa im Museum, einbeziehen kann. So richtet sich unser Blick nicht nur auf das Bild, sondern zugleich auf seine Materialität und die vermeintliche räumliche Tiefe hinter der Fläche des Bildes.
Der Bildtitel dieser Serie zeigt die Struktur ihrer Serie an: »pic« verweist auf die Nummerierung innerhalb des Gesamtwerks, »mask« beschreibt die Maskierung von Bildteilen, um die gewünschten Formen zu erzeugen.
Der Bildtitel dieser Serie zeigt die Struktur ihrer Serie an: »pic« verweist auf die Nummerierung innerhalb des Gesamtwerks, »mask« beschreibt die Maskierung von Bildteilen, um die gewünschten Formen zu erzeugen.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2017-056
- Material / Technik:
- Lack auf MDF
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart