Peacemaker

Größe98,8 x 131,4 x 3 cm
K. R. H. Sonderborg ist in vielen Städten zu Hause. Stuttgart, Berlin, Paris, London und New York hinterlassen Spuren im Werk des vornehmlich abstrakt arbeitenden Malers. Beim Durchstreifen der Städte reizen ihn immer wieder technische Strukturen: In Hamburg besucht er häufig den Hafen mit seinen Kran- und Stahlkonstruktionen sowie Brücken und Oberleitungen. Auch der technische Aufbau von Gewehren zieht seine Aufmerksamkeit auf sich. Oft sind es lediglich Spuren der Technik, die man in seinen Bildern entdeckt. In der Serie der »Peacemaker« hingegen stellt Sonderberg die Schusswaffen detailliert dar und malt sie in der für ihn typischen Konzentration von Schwarz auf weißem Grund. Die unterschiedlichen (Binnen-)Strukturen bleiben erhalten, sie verweisen auf die komplizierte Feinmechanik des »Peacemakers«. Der Gegenstand wirft jedoch auch Fragen auf: Bringt Sonderborg mit einer Abbildung der Schusswaffe eine politische Komponente ins Spiel? Zeitlich entstand »Peacemaker« in den unruhigen 1980er-Jahren: die Ereignisse des Deutschen Herbsts liegen noch nicht lange zurück, und die Schrecken des Vietnamkriegs sind allgegenwärtig. Der Titel klingt ironisch, selbst wenn man berücksichtigt, dass es tatsächlich eine Waffe mit diesem Namen gibt. Sonderborg hat sich immer einer Interpretation seiner Werke entzogen. Das Spektrum zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit macht sein Werk so vielseitig deutbar.
Werkdaten
Inventarnummer: 1998-001
Material / Technik: Acryl auf Leinwand
Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Galerie Maulberger / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
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