Mit der Dachauer Papierfabrik setzt Adolf Hölzel ein Alltagsmotiv in Szene, dessen ästhetische Wirkung den meisten Menschen wohl verborgen bleibt. Es scheint ihm jedoch weniger auf das Gebäude selbst anzukommen als vielmehr auf die Darstellung der Lichtwirkung auf dessen Oberfläche: Eine von warmen Gelbtönen getragene abendlichen Stimmung überzieht die weißen Fassaden und erstreckt sich von dort über die umliegende Landschaft. Während sich die zurückgenommene Farbintensität der Komposition noch stark am Naturalismus orientiert, weist die Formensprache bereits impressionistische Tendenzen auf: Der Bildraum ist durch aneinanderstoßende Farbbahnen gegliedert, die Gegenstände zu großen Flächenformen vereinfacht. Zudem ist die Darstellung mehr auf das Einfangen eines von der Empfindung getragenen Gesamtüberblicks der Szene bestimmt als von einem akribischen Festhalten aller Details. Gebäude, Bäume, Menschen und Gewässer sind nur angedeutet.
Das hier gezeigte Werk ist beispielhaft für den sogenannten Neu-Dachauer-Stil, den Hölzel ab Mitte der 1890er-Jahre mit den befreundeten Künstlern Ludwig Dill und Arthur Langhammer erarbeitet. Als eine Spielart des Impressionismus sind seine Wurzeln im Naturalismus klar erkennbar. Hierin liegt der erste Schritt Hölzels auf dem Weg zur Entwicklung seiner eigenständigen Bildsprache.
Das hier gezeigte Werk ist beispielhaft für den sogenannten Neu-Dachauer-Stil, den Hölzel ab Mitte der 1890er-Jahre mit den befreundeten Künstlern Ludwig Dill und Arthur Langhammer erarbeitet. Als eine Spielart des Impressionismus sind seine Wurzeln im Naturalismus klar erkennbar. Hierin liegt der erste Schritt Hölzels auf dem Weg zur Entwicklung seiner eigenständigen Bildsprache.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- O-2209
- Material / Technik:
- Öl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
Foto: Kunstmuseum Stuttgart