Die Bildfläche ist in eine untere und eine obere Zone aufgeteilt. In der aus Grautönen auf Weiß gestalteten räumlich wirkenden unteren Zone sitzt eine unbekleidete menschliche Gestalt mit angewinkelten Beinen am Boden angelehnt an ein pflanzliches Gebilde. Sie wirkt in sich gekehrt ruhend. Ihr Kopf ist bedeckt mit einer Tiermaske, deren Hörner in zwei Linien übergehen. Sie führen zu den Schriftzeilen in der oberen etwas kleineren in Grüntönen angelegten Bildzone. Verschlüsselt stehen dort teils spiegelbildlich sowohl in Klein- als auch in Großbuchstaben die Wortteile des Untertitels der Arbeit: »cocooning code hideaway«. Frei übersetzt ins Deutsche bedeutet es »Rückzug von der Öffentlichkeit ins Private als Kennzeichen für Sichverstecken«.
Das Thema des Verbergens und Versteckens spielt eine wesentliche Rolle in Jörg Mandernachs Bilderwelt. So dient die Tiermaske, mit der er den Menschen in seinen Bildern häufig ausstattet, als Verkleidung, quasi als zweite Haut. Sie schützt ihn vor Einflüssen und Anforderungen des öffentlichen Lebens.
Materialien, wie Textfragmente, Fotografien, kleine Gegenstände, getrocknete Pflanzen und Ähnliches, die ihn zu seinen Motiven anregen, sammelt Mandernach in seinem sogenannten Zettelkasten.
Werkdaten
- Inventarnummer: 2012-005
- Material / Technik: Karton- und Papierschnitt, Sprühfarbe und C-Print auf Karton
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart