Geschichtete Quadrate und Kreise bilden die Grundlage von Hanne Brenkens geometrischer Komposition. Von außen nach innen liegen vier stufenweise kleiner werdende Quadrate übereinander. In dem kleinsten, dem schwarzen Quadrat befinden sich drei ebenfalls kleiner werdende Kreise. Das Hellrot und das Orange der größeren Quadrate werden hier wieder aufgegriffen, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Durch die streng symmetrische Anordnung entsteht eine räumliche Wirkung. Das Bild zieht den Blick in die Mitte und in die Tiefe.
In der formal und farblich äußerst reduzierten Komposition veranschaulicht Brenken zwei wesentliche Eigenschaften konkreter, auf geometrischen Grundformen beruhender Kunst: Räumlichkeit entsteht durch Abstufungen und Kontraste von Farbtönen und durch die Beziehung zwischen den elementaren Grundformen des Quadrats und des Kreises. Sowohl in der Komposition als auch in der feinen Abstimmung der Farben sind in Brenkens Bild Verweise auf die Gemälde von Josef Albers zu erkennen.
Brenkens Arbeiten in konstruktiv-konkreter Bildsprache folgen auf Werke im eher gegensätzlichen Stil des Informel. Von ihm entfernt sie sich, als sie 1960 nach Stuttgart zieht. Hier lernt sie unter anderem Georg Karl Pfahler kennen und freundet sich mit Otto Herbert Hajek und dessen Familie an.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2020-005
- Material / Technik:
- Acryl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Nachlass Hanne Brenken, Karin Schneider-Henn und Berndt Brenken / Foto: Kunstmuseum Stuttgart