Frieder Kühner ist für seine abstrakt-geometrischen Gemälde bekannt. Im vorliegenden Bild sehen wir ein vielschichtiges räumliches Gittersystem aus kontrastierenden Blau-Grün- und Violett-Rosa-Tönen. Durch graue Schattenflächen wirkt das Gebilde irritierend.
Die Grundlage von Kühners Komposition sind Quadrate, die räumlich zu Quadern erweitert werden. Zwei verschiedene Raster aus gleich großen quadratischen Zellen sind schräg gegeneinander versetzt und überlagern sich. Dadurch ergeben sich Anschnitte und Durchdringungen, die den irritierenden Eindruck erzeugen. Je nachdem, wie sich das Auge einstellt, verändert sich die Erscheinung des Gefüges: Was zunächst im Vordergrund liegt, tritt im nächsten Augenblick in den Hintergrund, und umgekehrt. Nimmt das Auge eine plastische Form von unten wahr, erscheint das gleiche Gebilde plötzlich wie von oben betrachtet. Diese Augentäuschung steht im Zentrum von Kühners Malerei.
Seine Motive entwickelt er auf der Grundlage mathematischer Zahlen- und Maßverhältnisse, wodurch er die verschiedensten Variationsmöglichkeiten von konstruktiven Systemen durchspielen und im Bild umsetzen kann. Die optischen Irritationen sollen die Betrachter:innen dazu anregen, ihre Wahrnehmung zu überprüfen. Auf diese Weise macht Kühner das Sehen als Mechanismus zum Thema seiner Werke.
Die Grundlage von Kühners Komposition sind Quadrate, die räumlich zu Quadern erweitert werden. Zwei verschiedene Raster aus gleich großen quadratischen Zellen sind schräg gegeneinander versetzt und überlagern sich. Dadurch ergeben sich Anschnitte und Durchdringungen, die den irritierenden Eindruck erzeugen. Je nachdem, wie sich das Auge einstellt, verändert sich die Erscheinung des Gefüges: Was zunächst im Vordergrund liegt, tritt im nächsten Augenblick in den Hintergrund, und umgekehrt. Nimmt das Auge eine plastische Form von unten wahr, erscheint das gleiche Gebilde plötzlich wie von oben betrachtet. Diese Augentäuschung steht im Zentrum von Kühners Malerei.
Seine Motive entwickelt er auf der Grundlage mathematischer Zahlen- und Maßverhältnisse, wodurch er die verschiedensten Variationsmöglichkeiten von konstruktiven Systemen durchspielen und im Bild umsetzen kann. Die optischen Irritationen sollen die Betrachter:innen dazu anregen, ihre Wahrnehmung zu überprüfen. Auf diese Weise macht Kühner das Sehen als Mechanismus zum Thema seiner Werke.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2021-021
- Material / Technik:
- Acryl auf Nessel auf Holz
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Frieder Kühner / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart