ohne Titel

Größe83 x 63,5 x 2,5 cm
Zusammen mit Willi Baumeister, Rupprecht Geiger und vier weiteren Künstler:innen gründet Fritz Winter 1949 die Gruppe ZEN 49. Die Künstlervereinigung tritt für die ungegenständliche Malerei ein, die sich oft einem ablehnenden Publikum gegenübersieht. Die abstrakte Kunst wird in der unmittelbaren Nachkriegszeit für die Künstler:innen zum Symbol für die künstlerische Freiheit und einen moralischen Neuanfang nach dem Ende des Nationalsozialismus. In den 1950er-Jahren beginnt Winters gestisch-informelle Werkphase, die von internationalen Positionen beeinflusst ist. Im Fokus steht dabei der Malvorgang selbst, ein unbewusstes Gestalten im Gegensatz zu einer vorüberlegten Bildordnung. Breite Pinselstriche und Farbfelder, deren Anfang und Ende ausfransen, bestimmen die Gemälde. Die Bilder entstehen aus schnellen Bewegungen heraus. Hinzutreten einzelne harte, eckige oder wellenförmig verlaufende Striche und die Leinwand überziehende Liniennetze. Er experimentiert in dieser Phase mit dem »dripping«, bei dem die Farbe aus einer Dose auf die Leinwand getropft wird, zudem ritzt er Linien in noch weiche Farbe oder trägt diese direkt aus der Tube auf. Auch Schablonenformen kommen zum Einsatz.
Werkdaten
Inventarnummer:
GWT-052
Material / Technik:
Öl auf Papier, auf Spanplatte aufgezogen
Creditline:
Konrad Knöpfel-Stiftung Fritz Winter im Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Helmut Irion-von Dincklage / Foto: Uwe H. Seyl, Stuttgart
Permalink