Ohne Titel

Größe33,2 x 45,5 cm
Ungegenständliche, gestische Tuschezeichnung aus jeweils geöffnetem Kreis, Dreieck und Rechteck.

In der hier gezeigten Handzeichnung wird Anita Wahls Ansatz der »Dreiigkeit« deutlich. Er bezieht sich auf die Verwendung von immer drei gleichen Grundformen. Rechteck, Kreis und Diagonale bilden gemeinsam eine klare geometrische Ordnung und dadurch ein absolutes Bild. Alle drei geometrischen Figuren sind jeweils an einer Stelle geöffnet, sind in ihrem Umriss also nur angedeutet.
Besonders die Werke der frühen 1980er-Jahre sind von geometrischen Formen und klaren Farbsetzungen geprägt. In ihnen legt Wahl die Grundlagen für ihr späteres Schaffen und verbindet Form und Farbe mit kunsttheoretischen Überlegungen. In dieser Zeit malt und zeichnet sie mit einem eher expressiven Duktus. Dieser wird im Laufe der Zeit immer beherrschter und zurückgenommener. Den geometrischen, aufgebrochenen Grundformen bleibt Wahl aber weiterhin verpflichtet, insbesondere in den »Kreisbildern«.

Werkdaten
Inventarnummer:
Z-1860
Material / Technik:
Tusche auf Papier
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Künstler:in und Nachfolge / Foto: Kunstmuseum Stuttgart
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