ohne Titel

Größe100 x 100 cm
Graues, quadratisches Gewebe mit Fransen vor weißem Hintergrund.
Das 100 cm mal 100 cm große Webstück besteht aus horizontal und vertikal verwobenen Haaren. Das Muster des Rasters mit seiner gleichmäßigen Zusammensetzung ist dabei Fiene Scharps Untersuchungsgegenstand. Scharp durchbricht dessen Gleichförmigkeit und Struktur, indem sie die natürlichen Eigenschaften der Haare nutzt. Je nach umgebender Luftfeuchtigkeit dehnt sich das organische Material unterschiedlich aus. Durch die sich wölbenden und senkenden Strähnen ergibt sich ein feines Licht- und Schattenspiel. In den Arbeiten von Scharp kommen Materialien wie Grafit, Haare, Papier und Tinte zum Einsatz. Sie eignen sich ideal, um eine Linie in ihrer Eigenart zu ergründen und zu erfassen. Dabei entstehen nicht nur reine Zeichnungen, sondern durch die Verwendung von Haaren und Fäden auch räumliche Gebilde. Scharp zieht auf diese Weise einen Vergleich zwischen Zeichnungen und textilen Arbeiten. Sie weist darauf hin, dass auch ein Faden wie eine gezeichnete Linie betrachtet und eingesetzt werden kann.
Werkdaten
Inventarnummer:
2013-003
Material / Technik:
Pferdehaar und Haarspray
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Fiene Scharp / Foto: Kunstmuseum Stuttgart
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