Ohne Titel

Größe102,3 x 102,3 x 3,3
AusgestelltSammlung 0 Raum 10
In den 1960er-Jahren wendet sich Verena Loewensberg in ihrer Malerei einer intensiven Farbgestaltung zu. Besonders auffällig ist in dieser Phase die Verwendung leuchtender, kontrastreicher Farben, die an die Farbwelten der zeitgenössischen Pop Art erinnern. Loewensberg stellt sie in harmonisch angelegten Kompositionen zusammen. So zeugt auch das hier gezeigte Werk vom Streben nach innerer Ordnung und Ausgleich. Die Asymmetrie der großen Fläche in Orange wird durch die dynamischen Farbfächer in den Ecken betont. Zunehmend wird der Blick auf das Zusammenspiel der Farben und Formen gelenkt; wie bei einer Meditation vertiefen wir uns mehr und mehr in die Komposition. Bei ihren Arbeiten lässt sich Loewensberg unter anderem von einem buddhistischen Weltbild inspirieren, das nach Ausgewogenheit und Harmonie strebt. Gerade die Formensprache der konkreten Kunst ist dafür geeignet, diese Haltung bildnerisch umsetzen. Auch sie lebt von der Klarheit der Form und von einem auf das Wesentliche reduzierten Entwurf. Loewensberg gilt als eine der bedeutendsten Vertreter:innen der sogenannten Zürcher Konkreten.
Werkdaten
Inventarnummer: 2022-012
Material / Technik: Öl auf Leinwand
Creditline: Kunstmuseum Stuttgart, Legat Roger und Marianne Kunz-Jäger
Lizenzhinweis
© Nachlass Verena Loewensberg / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
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