Ohne Titel

Größe70,4 x 53,1 cm
AusgestelltSammlung 0 Galerie B
Das Blatt ist Teil einer zweiteiligen Arbeit, die sich über eine 25 Meter lange Wand des Kunstmuseums Stuttgart erstreckt. Sie besteht aus einer schwarzgrauen Wandzeichnung und einer Folge von 14 gerahmten Aquarell- und Kohlezeichnungen, die vereinzelt oder in kleinen Gruppen auf der Wand angebracht sind. Für die Erstellung der Wandzeichnung hat Katrin Ströbel alle Mitarbeiter:innen des Kunstmuseums eingeladen, während eines Einzelgesprächs typische Handbewegungen für ihre jeweiligen Tätigkeiten auf der zunächst weißen Wand auszuführen. Diese wurden anschließend mit Hilfe eines Spurensicherungspulvers aus der Kriminaltechnik als Handabdrücke, Finger- und Bewegungsspuren sichtbar gemacht. Bei den Aquarell- und Kohlezeichnungen handelt es um Details von Fotos historischer Ereignisse und von Kunstwerken aus dem Bestand des Museums. Am ihrem unterem Bildrand hat Ströbel handschriftlich einen Kommentar angefügt. Ausnahmslos stehen Hände im Mittelpunkt der Darstellung: Hände von Menschen, die sich sanft, zärtlich oder kraftvoll berühren, Hände eines Menschen, der einen anderen berührt, Hände, die etwas, das privat oder historisch von Bedeutung ist, berühren oder halten. Die Betonung der Hände zielt sowohl bei der Wandzeichnung als auch bei den gerahmten Blättern darauf ab, Personen sichtbar zu machen, deren Handlungen oft im Hintergrund geschehen oder trotz ihrer gesellschaftlichen Bedeutsamkeit allzu häufig übersehen werden.
Werkdaten
Inventarnummer:
2021-007k
Material / Technik:
Aquarell und Kohle auf Papier
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Katrin Ströbel / Foto: Katrin Ströbel, Stuttgart
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