Verena Loewensberg 1958–1959

Ohne Titel

Größe101,7 x 101,4 cm
Treppenartige Struktur aus grauen und schwarzen Rechtecken auf weißem Grund.

Verena Loewensberg, die zu den bedeutendsten Vertreter:innen der sogenannten Zürcher Konkreten gehört, arbeitet in thematischen Reihen. Ihr Werk ist geprägt von wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit geometrischen Grundformen. Vor allem das Viereck, hier in Form von Quadrat und Rechteck, tritt in verschiedenen Phasen ihres Schaffens immer wieder auf. In dem hier vorgestellten Gemälde aus den späten 1950er-Jahren zeigt sich dies besonders deutlich: In unterschiedlichen Grautönen lotet Loewensberg die Form des Vierecks aus und spielt mit dessen Anordnung auf der Bildfläche. Die Komposition wirkt ausgewogen, beinahe symmetrisch. Erst auf den zweiten Blick eröffnen sich darin einzelne Brüche oder Verschiebungen. Die Reihen aus Quadraten und Rechtecken lassen sich sowohl vertikal als auch horizontal lesen. Das Bild erhält dadurch eine meditative Struktur. Loewensberg geht es bei ihrer Komposition um eine intensive Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren. Trotz der reduzierten Farbwahl gelingt es ihr, unseren Blick zu fesseln.

Werkdaten
Inventarnummer:
LG-682
Material / Technik:
Öl auf Leinwand
Creditline:
Dauerleihgabe der Freunde des Kunstmuseums Stuttgart
Lizenzhinweis
© Nachlass Verena Loewensberg / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
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