Netzeinheit dezentral

Größe114,3 x 114,3 cm
Mit Tusche gezeichnete Rasterstruktur aus verschiedengroßen Rechtecken.
Max H. Mahlmanns Arbeit »Netzeinheit dezentral« gehört zu einer Werkgruppe linearer Netzstrukturen, die ab 1970er-Jahren entsteht. In dem Werk zeigt sich deutlich Mahlmanns methodische Herangehensweise. Die zarten orthogonalen Linienraster ergeben sich aus der Überlagerung von einem Grundnetz und einem dezentralen Koordinatennetz. Die Verbindung dieser beiden Strukturen erzeugt eine Spannung zwischen offener und geschlossener Systematik. Die Verdichtung der Linien erzeugt einen subtilen Rhythmus, den Mahlmann als Verbildlichung von Bewegung wahrnimmt. Mit seinem Werk abstrahiert er Eindrücke aus dem modernen Großstadtleben. Die Strenge der Methode verbindet sich auf diese Weise mit seinem analytischen Blick auf die Welt. Das konsequente Streben nach Systematik lässt sich ab den frühen 1960er-Jahren in Mahlmanns Werk verfolgen. Es äußerst sich in einer präzisen und reduzierten Bildsprache. 1977 erkennt Max H. Mahlmann, dass der Geist des industriellen Zeitalters wissenschaftliches Denken erfordert. In seinem Schaffen folgt er damit einem Grundgedanken der Konkreten Kunst und der von Max Bill 1949 formulierten »mathematische[n] denkweise in der kunst unserer zeit«.
Werkdaten
Inventarnummer:
2009-073
Material / Technik:
Tusche auf Holz
Creditline:
Sammlung Heinz und Anette Teufel im Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
Permalink

Ähnliche Werke

Abstraktes Gemälde mit Raster aus 14 mal 18 schwarzen Quadraten auf gebrochen weißem Grund.
Sériel blanc - Point pluriel nombre 291312
Aurelie Nemours 1976
Abstraktes Bildobjekt aus winklig gegeneinander verdrehten, übereinanderliegenden Drahtgittern.
4 grillages superposés 0° - 22,5° - 45° - 67,5°
François Morellet 1970
Abstrakte Grafik mit sich überlagernden Kreisanschnittsformen mit verschiedenen Stärken der Verdichtung.
Struktur
Uwe Kubiak 1986–1988
Bildobjekt aus sieben mal sieben Pyramiden mit je vier verschiedenen Farben, einen Farbverlauf ergebend.
PYR 522
Hans Jörg Glattfelder 1975
Abstrakte Grafik mit feinen, farbigen, sich horizontal, vertikal und diagonal überkreuzenden Linien.
Schlagschnur auf Leinwand Nr.2
Beat Zoderer 1993
Quadratprogression
Anton Stankowski 1959
Abstraktes Gemälde mit Raster aus kleinformatigen Quadraten überlagert von diagonale Streifen.
Kreuzform
Anton Stankowski 1969
Abstrakte Linienzeichnung mit rotem Stift.
Zeichnung I
Christoph Freimann 1984
Abstraktes Gemälde mit geometrisch geteilten Farbflächen.
Bildnr. 7823
Heijo Hangen 1979
Abstraktes Bildobjekt mit zwei diagonalen Schnüren auf weißem Untergrund.
11/10/95
Wilhelm Müller 1995
Abstrakte Grafik mit einem unregelmäßigen Muster gelber Quadrate.
Répartition aléatoire de 40 000 carrés suivant les chiffres pairs et impairs d'un annuaire de téléphone
François Morellet ohne Jahr
Abstrakte Plastik aus diagonal aufgestellten, verschieden breiten, glänzenden Stahlbändern.
P.1981/82.11
Siebe Hansma 1983