»Nah-Fern II« gehört zu den wandgebundenen Werken, die Camill Leberer in den frühen 1990er-Jahren fertigt. Zwei waagerechte Stahlleisten sind an der Wand montiert. Zwischen ihnen sind rechteckige Glasscheiben und eine Stahlplatte eingespannt. So ergibt sich vor dem Hintergrund der sichtbar bleibenden Wand ein mehrschichtiges Bild. Die Oberflächen gestaltet Leberer mit den von ihm im Laufe der 1980er-Jahre entwickelten Strukturelementen. Die Stahlplatte hat er mit einem Schleifgerät bearbeitet. Die Spuren sind weniger gestisch als bei anderen Werken, sondern streng geometrisch ausgeführt. Dadurch entsteht ein quadratisches Raster. Es erinnert an ein Schachbrett, aber auch an Gedanken zur Darstellung und Konstruktion von Perspektive im Bild. Das Glas ist mit wenigen vereinzelt gesetzten Flächen in Transparentlack versehen, die zusätzlich einen optischen Effekt erzeugen. Diese Verschränkung von Gestaltungs- und Bedeutungsebenen ist entscheidend in Leberers Werk.
Nicht nur der Verweis auf die Perspektive, sondern auch das Querformat erinnert in gewisser Weise an Landschaftsdarstellungen im Gemälde. Allerdings geht es hier nicht um ein konkretes Abbild, sondern um die bildhafte Umsetzung eines Eindrucks von einer Landschaft. Zur Verdeutlichung der gedachten Blickbeziehungen zur Welt trägt auch bei, dass das Werk an ein Fenster denken lässt.
Nicht nur der Verweis auf die Perspektive, sondern auch das Querformat erinnert in gewisser Weise an Landschaftsdarstellungen im Gemälde. Allerdings geht es hier nicht um ein konkretes Abbild, sondern um die bildhafte Umsetzung eines Eindrucks von einer Landschaft. Zur Verdeutlichung der gedachten Blickbeziehungen zur Welt trägt auch bei, dass das Werk an ein Fenster denken lässt.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- P-0375
- Material / Technik:
- Eisen, Glas und Farbe
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart