Erdmut Bramkes Werk lässt sich in eine Abfolge von klar umrissenen Gruppen unterteilen. Die Zäsuren, die die Übergänge zwischen ihnen markieren, werden meist durch Auslandsaufenthalte ausgelöst, die Bramke zu neuen Darstellungsformen ihrer ungegenständlichen Kompositionen inspirieren. Auch der Italienaufenthalt im Jahr 1989 entfaltet eine solche Wirkung. Im Folgejahr entsteht die sechsteilige Serie »La Fratta«.
Der Titel ist doppeldeutig. Zum einen verweist er auf den Namen des Weinguts in der Provinz Siena, das Bramke als temporäre Wohn- und Arbeitsstätte dient – zum anderen spiegelt sich die Bezeichnung »La Fratta« (dt. »das Dickicht«) auf formaler Ebene im Bildaufbau wider: Mit einander lasierend überlagernde Farbebenen bringt Bramke eine formale Vielschichtigkeit hervor, ohne dabei jedoch Raumtiefe zu erzeugen. Stattdessen verweben sie sich zu einem undurchdringlichen Dickicht aus Kolorit. Dieses hellt sich bis zur obersten Farbschicht zunehmend auf und gewinnt durch das Beimischen von Wasser Transparenz. Die hierdurch erzeugte Lichtwirkung erweckt in Verbindung mit dem immer wieder neu angesetzten dynamischen Pinselstrich den Eindruck einer sich unendlich fortsetzenden Bewegung. Sie erinnert an das Betrachten flirrender Lichtreflexe. In ihnen scheint die Atmosphäre des italienischen Ortes La Fratta durch Farbe und Bewegung widerzuhallen.
Der Titel ist doppeldeutig. Zum einen verweist er auf den Namen des Weinguts in der Provinz Siena, das Bramke als temporäre Wohn- und Arbeitsstätte dient – zum anderen spiegelt sich die Bezeichnung »La Fratta« (dt. »das Dickicht«) auf formaler Ebene im Bildaufbau wider: Mit einander lasierend überlagernde Farbebenen bringt Bramke eine formale Vielschichtigkeit hervor, ohne dabei jedoch Raumtiefe zu erzeugen. Stattdessen verweben sie sich zu einem undurchdringlichen Dickicht aus Kolorit. Dieses hellt sich bis zur obersten Farbschicht zunehmend auf und gewinnt durch das Beimischen von Wasser Transparenz. Die hierdurch erzeugte Lichtwirkung erweckt in Verbindung mit dem immer wieder neu angesetzten dynamischen Pinselstrich den Eindruck einer sich unendlich fortsetzenden Bewegung. Sie erinnert an das Betrachten flirrender Lichtreflexe. In ihnen scheint die Atmosphäre des italienischen Ortes La Fratta durch Farbe und Bewegung widerzuhallen.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- O-2852
- Material / Technik:
- Acryl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart