Dargestellt sind drei ältere Frauen in winterlicher Kleidung. Sie stehen vor einem kühlen, blaugrauen Hintergrund. Die beiden Frauen in der Bildmitte tragen jeweils farblich aufeinander abgestimmte Kleidung. Ein Blickfang ist ihre Kopfbedeckung, die aus einer Art Seidenstoff besteht. Die rechte Frau hält ein aufgefaltetes Blatt und deutet auf eine Stelle, die außerhalb des Bildes liegt. Mit leicht geöffnetem Mund wendet sie sich an die neben ihr stehende Frau. Diese blickt in die gleiche Richtung und hält nachdenklich einen Finger im Mund. Eine dritte, kleinere Frau steht zwar nah bei den beiden. Sie erscheint jedoch mit ihrem nach unten gerichteten Blick wie vom Geschehen entrückt. Sie ist dunkel gekleidet und trägt eine schlichte, recht breite Kopfbedeckung. Insgesamt betrachtet, stehen die drei Frauen damit zwar zusammen, gehen aber nicht wirklich aufeinander ein.
In Verbindung mit dem Bildtitel legt die sorgfältige Darstellung der pelzartigen Mäntel und ausgefallenen Kopfbedeckungen einen Zusammenhang mit Mode und Materialismus nahe. Das kunstvoll in Szene gesetzte Deuten auf etwas außerhalb des Bildes symbolisiert das Streben nach mehr. Die drei Frauen stehen für unterschiedliche Haltungen, die unser Verhalten bestimmen: aktive Führung und passive Teilnahme am Konsum sowie eine Einstellung, die sich keinen gesellschaftlichen Erwartungen unterwirft.
Werkdaten
- Inventarnummer: O-2525
- Material / Technik: Öl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Nachlass Gerda Brodbeck / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart